Schon wieder eine neue Selbstmanagementmethode?

By Karin Cvrtila

März 15, 2018


Eigenlob stinkt! So habe ich es als Kind gelernt und so mancher Glaubenssatz ist eben teils stark verankert – ich springe jetzt aber über meinen Schatten und erzähle Ihnen dennoch folgende Geschichte: Ich gelte im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis häufig als hochorganisiert, extrem strukturiert, es strotzt nur so vor Superlativen in diesem Bereich – die lieben Freunde übertreiben natürlich 😉

Ein Körnchen Wahrheit ist jedoch dabei und war mir selbst lange gar nicht so bewußt: Warum ich so organisiert bin? Ganz ehrlich? Das ist keine ach so gute, naturgegebene Eigenschaft von mir, sondern über viele Jahre angelernt und aus der Not heraus geboren – wie so oft.

Ich hatte jahrelang beruflich wie privat 1000 Dinge zu erledigen, sehr häufig viele große Projekte parallel zu betreuen, ebenfalls beruflich wie privat. Das hat bereits auf der Uni begonnen. Ich habe zu dieser Zeit bereits fulltime als Meinungsforscherin gearbeitet und wollte das Studium dennoch zu Ende bringen. Schlußendlich gelang dies. Aber nur, weil ich mir selbst ein für mich (!) funktionierendes Selbstmanagementsystem aufgebaut habe. Ich habe damals bereits (auch nebenbei) Bücher zu Selbstmanagementtheorien geradezu verschlungen. Später mit einem anspruchsvollen und zeitintensiven Job und immer mehr Verpflichtungen wurde es, wenig überraschend, nicht besser. Also habe ich mein System weiter verfeinert – Bücher zum Thema Selbst- und Zeitmanagement blieben meine Begleiter.

Die Learning daraus:

Selbstmanagement ist doch Zeitmanagement, oder?

Oft höre ich, dass Selbstmanagement und Zeitmanagement doch dasselbe seien. Ich muss Sie leider enttäuschen: Nein, Zeitmanagement ist nicht Selbstmanagement!

Die Frage ist immer: Was können Sie selbst beeinflußen und was steht außer Ihrer Macht? Verändern kann man nur Dinge, die man auch beeinflußen kann. Nicht jedoch das Wetter und eben auch nicht die Zeit.

Dazu eine gute und eine schlechte Nachricht:

Wir fangen natürlich mit der schlechten an: Zeit ist leider eine Dimension, die Sie nicht verändern können. Zeit an sich verläuft immer gleich. Eine Stunde ist immer eine Stunde, unabhängig davon wie Sie diese nutzen oder auch nicht. Sie können aus einer Stunde nicht plötzlich drei Stunden machen – schade eigentlich.

Die gute Nachricht: Sie können aber sehr wohl darüber entscheiden, was Sie in dieser einen Stunde tun! Und Sie können sogar versuchen diese eine Stunde möglichst effizient und produktiv zu verbringen. Aber auch das muss nicht immer das Ziel sein, genau so wichtig kann sein, eine Stunde (besser mehr 😉 mit Familie oder Freunden zu verbringen oder einfach nur mit sich selbst.

1001 Selbstmanagementmethoden

Wikipedia sagt folgendes: „Der Begriff Selbstmanagement bezeichnet die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Dazu gehören Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbständige Motivation, Zielsetzung, Planung, Zeitmanagement, Organisation, Lernfähigkeit und Erfolgs­kontrolle durch Feedback.“

Es gibt Unmengen an Selbstmanagementmethoden, häufig eben Zeitmanagement genannt, die ans Ziel führen können.

Darunter so bekannte Methoden wie

  • Getting things done
  • Eisenhower-Matrix
  • ALPEN-Methode
  • Pareto-Prinzip
  • ABC Methode
  • Pomodore-Technik
  • SMART-Methode,
  • abgewandelte Formen aus dem Lean Management oder auch
  • agilen Unternehmen
  • Kanban
  • Scrum
  • Eat the frog
  • etc.

Ich könnte die Liste vermutlich ewig weiterführen und ständig werden neue Methoden entwickelt. Und ja, ich habe mich mit allen erwähnten Selbstmanagement-Techniken befasst 😉 In jeder steckt ein Körnchen Wahrheit drinnen, aber meist führt eine einzige Methode nicht zum Ziel, sondern ein Mix der Methoden.

Oft geht nämlich der eigentliche Sinn und Zweck eines Selbstmanagementsystems vollkommen unter: nämlich, wie der Name schon sagt, sich selbst zu managen. Da werden ausgeklügelte Pläne verfasst, immer weiter verfeinert – nur im Endeffekt landen diese häufig in einer Schublade oder zunehmend in irgendwelchen Tools und Apps. Umsetzung? Fehlanzeige.

Das Ziel eines Selbstmanagementsystems, egal welches Sie befolgen oder auch nicht, muss jedoch immer die Umsetzung sein! Es geht letztlich darum die Pläne, Ziele und daraus abgeleiteten Aufgaben auch auszuführen. Andernfalls bringt das alles nichts. Es geht darum die Fähigkeit zu entwickeln fokussiert an einer Aufgabe zu arbeiten, um diese letztlich auch zu erledigen! Ganz simpel – auf dem Weg dorthin gibt es verschiedene Möglichkeiten und Methoden, diese können und sollen aber nur Hilfsmittel sein.

Digitales Selbstmanagement in der heutigen Zeit

Eine weitere gute Nachricht: mit den heutigen digitalen Tools lässt sich das eigene Selbstmanagement schlagartig vereinfachen! Dabei werden natürlich herkömmliche Methoden angewendet. Diese sollen jedoch einfach umzusetzen sein und nicht in der Verwendung von 1000 unterschiedlichen Tools enden, die erst recht zur Verzettelung führen. Es geht auch darum einen Überblick über alle Aufgaben und Projekte zu er- bzw behalten. Und diesen wird man nicht erhalten, wenn viel zu viele Tools, die vermeintlich das Leben erleichtern sollen, eingesetzt werden.

Jetzt kann man die meisten Methoden einfach durch Stift und Papier umsetzen – grundsätzlich kein Problem. Jedoch hat sich unsere Arbeitswelt, aber auch unser Leben, verändert: wir erleben eine neue Zeit der Dynamik, ständig ändern sich Aufgaben bzw. kommen neue hinzu. Eine statische, in Stein gemeiselte, Aufgabenplanung hilft uns hier nur wenig weiter. Unsere Planung heute muss den Anforderungen und Lebensrealitäten angepasst und entsprechend flexibel sein. Die Umsetzung ist mit Stift und Papier zunehmend schwieriger und vor allem aufwendiger oder haben Sie Zeit und Lust ständig irgendwelche To-Do-Listen umzuschreiben?

Hier kann digitales Selbstmanagement hilfreich eingesetzt werden. Ja, Sie kommen dennoch nicht umhin die Aufgaben auch abzuarbeiten. Aber: anstatt sich lange mit der Planung aufzuhalten, kommen Sie schneller ins Tun – Sie wissen schon: unser eigentliches Ziel!

Fazit

Wenn man etwas umsetzen will, dann soll das häufig in einer Hauruck-Aktion sofort passieren. Nur: das funktioniert häufig nicht. Setzen Sie daher Ihr Selbstmanagement (vorausgesetzt Sie haben eines) erstmal in kleinen Schritten in ein digitales Selbstmanagement um.

Wenn Sie sich nun fragen, wie Sie das machen sollen, wie der Workflow dazu aussieht, welche Tools Sie verwenden sollen, dann habe ich ein Beratungspaket für Sie vorbereitet: TILA’s digitales Selbstmanagement. Darin unterstütze ich Sie und beantworte nicht nur all Ihre Fragen rund um digitales Selbstmanagement, sondern setze dieses auch gemeinsam mit Ihnen Schritt-für-Schritt um. Und nein, ich zwinge Ihnen da nicht mein für mich funktionierendes System auf, sondern wir entwickeln eines, das auf Ihre Situation passt.

Herzlichst, Ihre

Karin Cvrtila

PS Das ist übrigens ein Thema, das mir schon sehr lange am Herzen liegt, wie auch meine persönliche Geschichte zeigt. Vielleicht kann ich Sie ja auch dafür begeistern? 🙂

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