12 Tipps, um Ihre Aufschieberitis auf digitalem Weg zu perfektionieren

By Karin Cvrtila

März 22, 2018


Kennen Sie das auch? Sie müssen dringend ein Projekt fertig machen, aber ständig kommt etwas dazwischen und Sie nehmen jede nur erdenkliche Möglichkeit wahr, um Ihre eigentliche Aufgabe aufzuschieben.

Ab und zu leidet jeder von uns an einer leichten Form der Aufschieberitis, oder auch Prokrastination genannt. Die Folge davon ist, dass wir unsere Aufgaben entweder nicht rechtzeitig oder in der letzten Sekunde mit Druck und (unnötigen) Stress erledigen.

Aufschieberitis hinnehmen

Die einen kämpfen gegen Ihre Aufschieberitis an, andere nehmen Sie einfach hin. Es gibt sogar Studien, die besagen, dass eine leichte Aufschieberitis uns gut tun würde – falls Sie mal eine Ausrede für Ihre Prokrastination benötigen.

Außerdem hat ja schon Scarlett O’Hara in „Vom Winde verweht“ gemeint: „Schließlich, morgen ist auch noch ein Tag“! Für die Jüngeren: ein noch immer sehenswerter, oscar-prämierter (1940) Film über die Südstaaten und die Liebe, eigentlich den Geschlechterkampf, zwischen Scarlett O’Hara und Rhett Butler.

12 Tipps, um Ihre Aufschieberitis zu perfektionieren

Sie wollen gerade diese vor Ihnen liegende Aufgabe nun aber tatsächlich aufschieben oder unterbrechen? Kein Problem, ich habe hier 12, natürlich digitale, Möglichkeiten für Sie, wie Sie garantiert nichts weiterbringen und Ihrer Aufschieberitis bzw. Prokrastination genussvoll frönen können:

1. Social Media bleibt klar die Nummer 1

Das wird Sie vermutlich wenig überraschen, dass ich mit Facebook, Twitter, Instagram und Co beginne. Aber seien wir ehrlich: nichts funktioniert so gut, um Zeit zu vergeuden, wie sich auf diversen Social Media Plattformen herumzutreiben. Da finden sich so interessante Geschichten wider, die man doch unbedingt alle lesen muss. Und erst die zahlreichen links zu Artikeln, die in diesem Moment alle extrem wichtig erscheinen, müssen doch auch gelesen werden. Garantie: Sie schaffen es locker ein paar Stunden auf den Social Media Kanälen zu verbringen.

2. Telefonitis

Sie haben alle genutzten Social Media Kanäle ausgelesen? Bravo! Dann könnten Sie jetzt zum Telefon greifen und wahllos Ihre Kontaktliste herunter telefonieren, egal ob Sie gerade etwas zu besprechen haben oder nicht. Schließlich findet sich immer ein Thema. Am besten man plaudert einfach drauf los, wir wissen seit unseren Jugendjahren, dass man am Telefon Stunden verbringen kann. Wahlweise funktioniert natürlich auch WhatsApp – in Gruppen ist es noch viel einfacher jemanden zu finden, der gerade auch der Aufschieberitis Aufschwung geben will.

3. Spielchen am Handy spielen

Wie, Sie haben am Telefon oder den zahlreichen WhatsApp Gruppen niemanden erreicht? Na, wenn Sie schon einmal Ihr Smartphone in der Hand haben, dann können Sie doch gleich ein kleines Spielchen spielen. Im besten Fall sind Sie eh gerade dabei, eine eigene virtuelle Stadt aufzubauen und die Weltherrschaft an sich zu reißen, da könnten Sie ja gleich mit dem nächsten Level starten. Sonst bieten sich natürlich Quizspiele, Mahjong, Bubbles-Spiele, Tetris-Variationen und ähnliche an. Es gibt genug, werfen Sie einfach einen Blick in Ihren Smartphone-Store, Sie finden sicher etwas,

 4. E-Mails schreiben

Wenn Sie niemanden zum Plaudern gefunden haben, dann bietet sich natürlich auch an, allen Kontakten eine E-Mail zu schreiben. Am besten Sie erzählen jedem Ihre ganze Lebensgeschichte, bitte passen Sie auf, dass Sie kein noch so winziges Detail vergessen. Damit bringen Sie locker ein bis zwei Stunden um die Runden.

5. Das Internet auslesen

Jetzt fällt Ihnen gerade ein, dass Sie ja den einen Artikel, den Sie zuvor auf Social Media gefunden haben, noch nicht gelesen haben. Nun, aber flott! Neben diesem Artikel finden Sie natürlich noch einen Hinweis auf einen weiteren interessanten Beitrag. Na gut, den einen Artikel lesen Sie noch und dann fangen Sie aber wirklich an Ihre Aufgaben abzuarbeiten. Je mehr Sie über das eine Thema aber lesen, desto interessanter erscheint es, oder? Also noch kurz eine Recherche starten, was es sonst noch alles im Internet zu diesem Thema zu finden gibt. Ich denke eine sehr effektive Methode, um Ihren Anflug an Aufschieberitis auszubauen – Sie können damit Tage verbringen, ach was rede ich, Wochen.

6. Online shoppen

Sie lesen gerade einen Artikel im Internet und plötzlich erscheint neben dem Artikel eine Anzeige für einen Staubsauger. Ahja, werden Sie denken, ich wollte ja einen neuen Staubsauger besorgen. Also schnell mal auf die Anzeige geklickt und eine ordentliche Recherche zu Staubsaugern durchführen. Jetzt kommen Sie drauf, dass es auch Staubsauger-Roboter gibt, na wenn das nicht interessant ist. Natürlich sollte man sich vor dem Kauf ausführlich informieren, was diese Dinger so können. Mit Kleidung, Schuhen und Taschen funktioniert dieser Weg übrigens noch besser! Ich spreche aus Erfahrung.

7. Wildes herumplanen

Jetzt aber wirklich, nun ist es an der Zeit tatsächlich mit Ihrer Aufgabe weiter zu machen. Was war das nochmals? Ein kurzer Blick in Ihre digitale To-Do Liste und schon sind Sie uptodate, was Sie eigentlich machen wollten. Da fällt Ihnen auf, dass Ihre To-Do Liste in dieser Art und Weise irgendwie gar nicht passt. Also, eigentlich sollte diese umsortiert, neu kategorisiert und aktualisiert werden. Also, auf was warten Sie noch? Das kann schon eine Zeit lang dauern und Sie machen ja nun eh etwas sinnvolles, oder?

8. Neue Tools ausprobieren

Je länger Sie an Ihrer To-Do Liste herumwerken, desto mehr denken Sie sich: da muss es doch ein besseres und ausgeklügelteres Tool für To-Do Listen geben. Also werfen Sie nochmals Google an und schauen einmal, welche Tools es so gibt. Natürlich müssen Sie auch jede einzelne Bewertung dazu lesen und im App Store sich ein Bild machen wie das Tool tatsächlich aussieht. Irgendein Forum zu dem Thema werden Sie ja wohl auch noch finden. Nach Tagen haben Sie sich vielleicht sogar für ein neues Tool entschieden und dieses installiert. Jetzt heißt es dieses aufzusetzen, sich einzuarbeiten und schließlich Ihre bestehenden To-Do Listen einzupflegen. Alles in allem hat diese Methode das Potential sich auf ein Monatsprojekt und länger auszudehnen.

9. Sinnlose Tests im Internet machen

Jetzt seien Sie mal ehrlich: Wollten Sie nicht schon immer mal wissen wie Sie in 40 Jahren aussehen werden? Eben, das ist kein Problem: da gibt es genug Seiten im Internet wo Ihnen geholfen wird. Und wenn Sie schon dabei sind, Fragen wie was bedeutet eigentlich Ihr Name? Oder haben Sie bereits die Liebe Ihres Lebens getroffen? Und was sagen die Sterne dazu? Sind doch auch nicht uninteressant. Und wenn Sie schon dabei sind: So ein kleiner Augentest im Internet hat auch etwas – Augenärzte werden ja vollkommen überbewertet, nicht?

10.  Die eigene Webseite verschönern

Irgendwie finden Sie das Design dieser Webseiten gar nicht schlecht und Sie denken an Ihre eigene Webseite. Da gibt es immer etwas zu tun! Und natürlich ist das gerade wichtiger und im Endeffekt ja schnell erledigt, als Ihre eigentliche Aufgabe zu bearbeiten. Irgendwie ist die Schrift seltsam, da gibt es sicher andere. Es finden sich auch sicher weitere Plugins, die das Potential haben, Ihre Seite zu verstopfen und gar nicht genutzt zu werden. Die eigene Webseite ist ein ergiebiges Feld, schließlich ist man nie ganz zufrieden und hat immer noch etwas zum Ausbessern.

11. Das Wetter online recherchieren

Jetzt fällt Ihnen ein, dass Sie am Wochenende einen Ausflug oder ein Gartenfest planen. Ja, aber wie wird den eigentlich das Wetter am Wochenende? Schnell einmal im Internet oder einer App nachgeschaut. Das gefällt Ihnen nicht, was Sie sehen? Naja, da gibt es doch sicher auch andere Prognoseseiten zum Wetter im Internet, man soll ja schließlich nicht immer nur einer Quelle vertrauen.

12. Reisen mit Google Maps

Auf der Wetterseite vorhin haben Sie auch gesehen wie das Wetter gerade in Paris ist. Sie denken unwillkürlich an Ihre letzte Reise und all die schönen Orte. Es wäre doch wundervoll, wenn man diese noch einmal besuchen könnte. Na, das ist aber wirklich kein Problem, ich habe eine Lösung für Sie: gehen Sie auf Google Maps und dann auf Streetview und besuchen Sie einfach virtuell Ihre Traumziele. Außerdem warum nur auf Orte beschränken, wo Sie schon einmal waren? Sie können Ihre digitale Reise ja auch auf Orte ausdehnen, die Sie schon immer mal besuchen wollten. Auf geht es! Hier lassen sich Stunden verbringen.

Fazit

Generell soll die Digitalisierung uns helfen produktiver und effizienter zu werden, garniert mit jeder Menge an Hilfsmitteln. Doch unterstützt uns die Digitalisierung tatsächlich immer? Auch digital gibt es jede Menge Ablenkungen, die unsere Aufschieberitis  sehr erfolgreich fördern können.

Was hilft? Fokussiertes dranbleiben an Ihrer Aufgabe. Aufschieberitis hat häufig auch mit schlechter Planung zu tun, indem man unwichtigere Aufgaben vorzieht, keine Prioritäten setzt, die Aufgaben generell zu groß definiert und einige mehr. Dazu jedoch ein anderes Mal

Scarlett O’Hara hatte schon recht: Morgen ist ganz sicher auch noch ein Tag! Jedoch Sie wissen genau, dass morgen wieder neue Aufgaben auf Sie warten. Also, jetzt aber ran an Ihre Aufgaben!

Herzlichst, Ihre

Karin Cvrtila

PS Ich habe diesen Beitrag nun fertig geschrieben und werde jetzt mal „kurz“ schauen, was sich in den Social Media so tut 😉 Falls Sie mir folgen wollen, Sie finden mich auf Facebook, Twitter, LinkedIn, XING und bald auch auf Pinterest.

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    1. Danke Michaela! Oh, wie wahr, auch offline gibt es mehr als genug Möglichkeiten die Aufschieberitis zu fördern 🙂 glg Karin

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