SEO Blog: 8 Schritte, um in Google gefunden zu werden

By Karin Cvrtila

Februar 13, 2020


Schreibst du einen Blog? Wenn ja, dann sollten deine Beiträge auch gelesen werden, stimmt’s? Und wenn möglich nicht nur von der eigenen Familie und dem engsten Freundeskreis, sondern auch von deiner Zielgruppe.

Damit dein Blog auch einen weiteren Leserkreis erreicht gibt es nun mehrere Möglichkeiten, wie du dieses Ziel erreichen kannst. Dass du es erreichen sollst, stelle ich mal außer Frage 😉 Du kannst (und sollst) deinen neuen, frischen Blogbeitrag natürlich über deine und wenn möglich auch fremde Social Media Kanäle verbreiten.

Eine gute Taktik, sie hat nur einen kleinen Haken: Postings in den meisten Social Media Kanälen haben leider ein sehr schnelles Ablaufdatum. Heute gepostet sind die Beiträge häufig in ein paar Stunden, je nach Kanal, auch wieder verschwunden.

Dann gibt es aber noch eine andere Möglichkeit, die „immerwährend“ ist: du kannst dafür sorgen, dass dein Blogbeitrag über Google gefunden wird und das für lange Zeit. D.h. deine potentiellen Leser finden deinen Blogbeitrag über die Google-Suche und Google schickt somit laufend Besucher auf deine Website.

In meinem eigenen Analytics-Report und auch in den Reports für meine Kunden sehe ich meist folgendes: der höchste Traffic kommt über Google und dies meist über Blogbeiträge. Sofern eben die Blogbeiträge für Google optimiert sind. Du also SEO für deinen Blog eingesetzt hast.

Nun gibt es da draußen einige Beiträge zum Thema SEO für deinen Blog. Die meisten davon sind jedoch ziemlich techniklastig und somit für viele nicht leicht verständlich. Andere wiederum sind für Unternehmen mit großen Marketing-Abteilungen geschrieben, die häufig sogar einen eigenen Mitarbeiter (oder auch mehr) haben, der nur für SEO zuständig ist.

Wir Einzelunternehmer sind jedoch häufig Mädchen für alles! Daher habe ich versucht für dich eine kleine Anleitung zu schreiben, die du selbst umsetzen kannst, damit eben in Zukunft deine Blogbeiträge bei Google auch gefunden werden. Insgesamt sind es 8 Schritte, die du bei jedem Blog befolgen solltest:

1. Deine Keywords

Das Wichtigste vorweg: beim verständlichen Wunsch möglichst gut und leicht bei Google & Co (ja, es gibt tatsächlich auch noch andere Suchmaschinen als Google 😉 gefunden zu werden, eines bitte nie vergessen: du schreibst in erster Linie für deine Leser! Es bringt also nichts, ich würde sogar sagen es ist kontraproduktiv, wenn du nun deine Beiträge mit deinem Keyword vollstopfst und jedes zweite Wort dein Keyword ist. Bitte variiere, verwende auch ruhig Synonyme, denke eben in erster Linie beim Schreiben an deine Leser! Und erst dann an Google. Versprochen?

Früher gab es jede Menge Tricks wie man Google umgehen und so schnell mal das eigene Ranking verbessern konnte. Wie so oft gibt es aber keine echte Abkürzung und ein „mieser“ Trick bleibt einfach ein „mieser“ Trick. Google hat jede Menge dazugelernt und entlarvt solche Tricks immer schneller. Und das ist auch gut so.

Wenn du tatsächlich in Google besser gefunden werden willst, dann hilft der Tipp von zu Beginn: denk an deine Leser! Google denkt nämlich auch an deine Leser und hat sich das Ziel gesetzt, dass die Suchergebnisse eben möglichst gut zur Suche der Nutzer passen. Und das misst Google unter anderem auch damit, ob z.B. deine Leser, die einmal auf deinem Blogbeitrag gelandet sind, diesen auch tatsächlich lesen.

Wie Google das macht? Anhand der Messung von verschiedenen Kennzahlen wie z.B. der Verweildauer auf deinem Beitrag. Übrigens eine Kennzahl, die du in Google Analytics ebenfalls findest und dir auch anschauen solltest.

Wie findet Google eigentlich relevante Blogbeiträge? Nun, Google orientiert sich, so wie auch andere Suchmaschinen, an sogenannten Keywords. D.h. Wörtern über die dein Blogbeitrag gefunden wird. Und diese kannst du gezielt einsetzen.

Überlege dir also in einem ersten Schritt zu welchen Keywords du gefunden werden willst! Jedoch ist dabei einiges zu beachten und deswegen habe ich dir alle Schritte wie du vorgehen sollst und was du bei deiner Keyword-Recherche beachten solltest im folgenden Video zusammengefasst:

2. Der richtige Titel

Nun weißt du hoffentlich, wie du die richtigen Keywords für dich herausfinden kannst. Die Keywords spielen in noch weiteren Punkten eine gewichtige Rolle. So auch beim Titel deines Blogbeitrags.

Auch beim Titel gilt: dieser sollte in erster Linie deine Leser ansprechen! Also mach dir bitte Gedanken um den richtigen Titel deines Blogbeitrags. Im besten Fall verspüren potentielle Leser einen starken Wunsch auf den Blogbeitrag zu klicken und diesen zu lesen. Dafür ist der Titel deines Blogartikels, wenn du so willst, der Hauptverantwortliche.

Aber auch hier bitte Vorsicht und vor allem Vernunft walten lassen: dein Titel sollte klarerweise mit dem Inhalt deines Blogbeitrags übereinstimmen! Also bitte verzichte auf reißerische Titel, die mit dem Inhalt deines Beitrags so gar nichts oder sehr wenig zu tun haben. Es sollte drinnen stehen, was draußen versprochen wird! Das gilt eben nicht nur für Verpackungen, sondern eben auch für Titel von Blogbeiträgen. Alles andere wäre sogenanntes „Clickbait“.

Damit sich nicht nur deine Leser freuen, sondern auch Google, sollte eben dein zuvor definiertes Keyword auch im Titel deines Blogbeitrags vorkommen. Logisch, oder? Google muss sich ja auch an etwas orientieren können.

3. Der Permalink/Url

Ebenso wie im Titel ist der Peramalink bzw. die Url SEO-mässig wichtig. Das ist nichts anderes als der link, über den du einen Blogbeitrag findest bzw. auch teilst.

Diese Url siehst du in Worpress immer ganz oben unter der Titelbeschreibung. Und diese Url kannst du auch bearbeiten. Die Url wird standardmässig von WordPress aufgrund deines Titels zusammengesetzt. Was du tun kannst ist z.B. Füllwörter aus deinem Titel zu streichen oder auch Präpositionen. Damit wird es für Google wiederum leichter die Seite deines Blogbeitrags richtig einzustufen und letztlich auch zu finden.

Wirf also immer einen Blick auf deine Url und ja, auch hier kommt wieder unser Keyword ins Spiel: auch die Url bzw. der Permalink sollte dein zuvor definiertes Keyword enthalten.

4. Zwischenüberschriften in deinem Blogbeitrag

SEO wird zwar immer wieder als sehr techniklastig beschrieben, dem kann ich mich jedoch nur bedingt anschließen. Ich muss nämlich zum wiederholten Male darauf hinweisen: denk bei den Zwischenüberschriften zuerst an deine Leser und verwende bitte Zwischenüberschriften!

Der Hauptgrund für diesen Rat: schreib nicht nur, sondern gestalte auch deine Blogbeiträge leserfreundlich! Und das heißt auch: verwende viele Absätze, wo notwendig Punktationen/Aufzählungen und eben bitte auch Zwischenüberschriften.

Damit erleichterst du dem Leser den Lesefluss und er kann auch leicht zu jener Zwischenüberschrift springen, die ihn am meisten interessiert. Ja, es gibt tatsächlich Leute, die einen Beitrag nicht von A bis Z durchlesen 😉

Dazu musst du nur von dir selbst ausgehen: liest du selbst lieber einen durchstrukturierten Text oder alles „in einer Wurscht“. Ich vermute ersteres, vor allem, wenn es ums Lesen im Internet geht oder noch stärker ausgeprägt auf dem Smartphone. Und genau so geht es Google auch!

Den Fehler, den hier zu Beginn relativ viele machen, ist, dass sie einfach Zwischenüberschriften fett markieren und etwas größer machen, also formatieren. Das ist aber falsch! Bitte verwende hierfür die Elemente H1, H2, H3 etc. H steht hier für Überschrift (vom englischen heading).

Wobei die jeweiligen Elemente unterschiedliche Ebenen darstellen. H1 ist meist bereits für deinen Titel vergeben, H2 sind dann die Zwischenüberschriften (wie in diesem Beitrag hier) und H3 wäre z.B. eine weitere Gliederung, die unter H2 steht, also wenn man den Text einer Ebene weiter unterteilen möchte. Du wirst sehen, mit ein wenig Übung vergibst du mit der Zeit deinen Zwischenüberschriften ganz automatisch die jeweiligen H1, H2, H3 ,….

5. Verwende Bilder

Bilder und Fotos vermitteln häufig viel mehr als reine Worte. Man spricht auch oft von „der Macht der Bilder“. Und diese Beschreibung hat durchaus etwas für sich. Also nutze auch Bilder für deine Blogbeiträge. Im besten Fall passen diese nicht nur zum Inhalt, sondern auch zu „deinen“ Farben bzw. „deinem“ Stil dazu, also zu deiner Corporate Identity.

Das gelinkt nicht immer und auch ich selbst könnte mehr auf die eigene Corporate Identity achten. Ich orientiere mich jedoch stark am Inhalt des jeweiligen Blogbeitrags, auch wenn das für außenstehende vielleicht manchmal kryptisch wirken könnte 😉 Beim heutigen Bild habe ich mir gedacht „suchen und finden“ wegen Google und im besten Fall findet man was? Ja Hilfe bzw. Information, was man durchaus auch mit „Love“ gegenüber deinen Lesern interpretieren könnte. Du siehst, es ist nicht immer ganz leicht.

Du solltest bei Bildern aber neben der inhaltlichen und stilistischen Richtung in erster Linie auf rechtliche Rahmenbedingungen, sprich Lizenzen, achten! Bitte nimm dieses Thema nicht auf die leichte Schulter! Und nein, du darfst nicht einfach irgendwelche Bilder, die du im Internet findest, verwenden. Sondern nur, wenn es dir der Urheber des Bilder, also meist der Fotograf, auch erlaubt hat und das tut er mittels Lizenzen. Davon gibt es jedoch jede Menge … beachtest du jedoch die durch die Lizenz eingeräumten Rechte nicht, dann kann das richtig teuer werden! Also bitte Vorsicht!

Aber: über Bilder freuen sich nicht nur deine Leser, weil Bilder immer einen Text auflockern, sondern auch eben wieder Google. Du musst jedoch die Bilder auch richtig beschreiben, damit Google sie „lesen“ kann. Also verwende bitte in der Bildbeschreibung auch die Alt Tags. Und was setzt du dort ein? Richtig: dein zuvor ausgewähltes Keyword 🙂

6. Schreibe eine Metabeschreibung

Dir ist sicher schon aufgefallen, dass in der Google-Suche unter dem Titel eines Blogbeitrags auch immer eine Kurzbeschreibung des Beitrags erscheint. Ich finde, das ist ziemlich praktisch, weil man hier gleich erkennen kann, worum es im Artikel geht.

Und genau diesen Platz solltest du auch nutzen! Die Metabeschreibung (so heißt das Ding korrekt) füllt Google nämlich einfach mit den ersten 160 Worten deines Blogbeitrags. Das kann manchmal inhaltlich richtig sein, häufig jedoch nicht, weil dies ja erst die Einleitung deines Beitrags darstellt und häufig noch wenig Information liefert, worum es eigentlich im Blogbeitrag inhaltlich geht.

Also schreibe eine kurze Zusammenfassung deines Beitrags, einfach eine Information für deine Leser, worum es in deinem Beitrag geht. Je besser du das machst, desto eher wird ein potentieller Leser, der über Google kommt, auf deinen Beitrag klicken.

Dafür hast du, wie bereits erwähnt, 160 Zeichen (nicht Worte!) zur Verfügung. Das ist nicht viel, nutze diesen Platz daher gut aus.

Wo du deine Metabeschreibung einfügen kannst: in WordPress unter deinem jeweiligen Blogbeitrag. Wenn du ein SEO-Helferlein Tool wie Yoast oder Rankmath verwendest, dann heißt dieser Bereich auch häufig „Snippet“.

7. Verlinke intern zu anderen Beiträgen

Vor allem, wenn du bereits mehrere Artikel zu einem Thema geschrieben hast, dann bitte vergiss nicht darauf auf diese zu verlinken.

Auch darüber werden sich deine Leser freuen, wenn du ihnen zeigst, ohne dass sie suchen müssen, wo sie weiterlesen könnten.

Und Google freut sich gleich in dreierlei Hinsicht:

  1. interne Verlinkungen werden von Google belohnt.
  2. Google mag klare Strukturen und dazu gehört auch ein Linkaufbau, der strukturiert ist und zeigt, welche Seiten bzw. Beiträge thematisch zusammengehören.
  3. wenn deine Leser noch weitere Beiträge von dir lesen, dann bleiben sie somit länger auf deiner Seite und rufen auch mehr Seiten auf. Beides ein klarer Hinweis für Google, dass deine Seite für das jeweilige Thema relevant ist.

Wie bereits ein paar mal in diesem Artikel festgestellt: die Lesefreundlichkeit und Google spielen ganz eng zusammen! Im Grunde gilt fast: mach deine Leser glücklich und somit machst du auch Google glücklich 🙂 Vielleicht nimmt dieser Satz ein wenig den Schrecken vor SEO?

8. Vergiss auch nicht auf externe Verlinkungen

Optimalerweise verweist du in deinem Blogartikel jedoch nicht nur auf deine Blogbeiträge (interne Verlinkung), sondern auch auf fremde Blogartikel oder Seiten (externe Verlinkung). Auch das mögen deine Leser, Google und auch die Betreiber anderer Seiten, auf die du eben verweist.

Ehrlicherweise muss man aber sagen: manchmal passt es und macht Sinn auf andere Blogartikel zu verweisen. Häufig jedoch passt es auch nicht. Versuche, wie auch bei allen anderen Maßnahmen, nicht krampfhaft alle Punkte umzusetzen.

Einen weiteren Vorteil, neben der Tatsache, dass du in Suchmaschinen eben besser gefunden wirst, hat die externe Verlinkung zusätzlich: wenn du auf andere Blogartikel verweist, so machst du gleichzeitig auch beim jeweiligen Blogger auf dich aufmerksam. Du könntest diesen sogar nach der Veröffentlichung deines Beitrags anschreiben und ihm sagen, dass du ihn/sie verlinkt hast.

Diese Vorgangsweise macht aber nur Sinn, wenn du zu eher „kleineren“ Blogs verlinkst. Großen Magazinen oder Wikipedia wird es relativ egal sein, ob du sie verlinkt hast oder nicht. Dennoch kann auch eine Verlinkung zu den „Großen“ für deine Leser einen Mehrwert bieten – also bitte nicht außer Acht lassen.

Fazit

Wir könnten jetzt noch weiter gehen und das SEO Thema ist, wie bereits weiter oben erwähnt, sehr weitläufig. Die häufige Annahme, dass SEO sooo ein vielfältiges Thema ist daher gar nicht so falsch. Aber du kannst auch mit kleinen Schritten starten und solltest das auch tun, weil ein Start ist besser als gar nichts 😉

Und: vielleicht konnte ich dich ja nun für das Thema motivieren? Ich hoffe zumindest!

Herzlichst, deine

Karin

PS Wenn du mehr dazu lernen willst, dann ist vielleicht der Analytics-Kurs etwas für dich. Dort steigen wir noch tiefer in das Thema ein.

Du willst noch mehr Tipps zu Analytics? Dann schau dich doch mal auf meiner Übersichtsseite zu Analytics um, dort kommen immer wieder neue Artikel zu dem Thema hinzu!

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