Das leidige Thema Newsletter-Liste

By Karin Cvrtila

Januar 31, 2019


Leidig? Ja, Sie haben richtig gelesen. Also für mich selbst ist das Thema nicht schlimm 😉 , aber in der Arbeit mit Kunden stelle ich folgendes fest: Sobald es um das Thema Newsletter-Abonnenten und die eigene Newsletter-Liste geht, versuchen die meisten Kunden sich hier irgendwie herauszuwinden. Von allen Marketingthemen ist dieses, meiner Wahrnehmung nach, wohl das unbeliebteste. Ok, „Verkaufen“ ist auch nicht gerade der Renner 😉

Beide Themen und das ist den meisten ja sehr wohl bewußt, sind jedoch notwendig, um tatsächlich mehr Kunden zu gewinnen und ein profitables Unternehmen zu führen. Da lasse ich auch nicht locker 🙂

Aber warum gibt es dann immer wieder so eine innerliche Sperre gegen das Thema „Newsletter-Liste aufbauen“?

Hauptgrund für den Widerstand die eigene Abonnenten-Liste aufzubauen

Eine Newsletter-Liste aufzubauen ist viel Arbeit, das stimmt. Vor allem ist es kontinuierliche Arbeit. Eine Newsletter-Liste ist kein Projekt mit definiertem Start und Ende, sondern ein laufender Prozess. Auch wenn Sie bereits 10.000 Leute auf Ihrer Liste haben sollten, werden Sie dennoch immer danach streben müssen, Ihre Liste weiter auszubauen. Es gibt leider kein „ich bin jetzt fertig mit meinem Listen-Aufbau“ – die Wahrheit ist: Sie sind nie fertig.

Insofern ist das natürlich ein mühseliger Prozess und wohl der Hauptgrund, warum so Viele sich gegen dieses Thema sperren. Die gute Nachricht ist jedoch: der Newsletter-Aufbau ist ein wichtiger und wertvoller Prozess! Warum? Das erkläre ich Ihnen noch in diesem Beitrag, versprochen!

Zuvor möchte ich aber noch auf ein paar weitere Einwände, die es immer wieder mal gibt, eingehen:

„Was soll ich denen schreiben?“

Eine Frage, die auch immer wieder aufkommt. Nun ja, im Grunde ist ein Newsletter an Ihre Liste wie wenn Sie einem Freund eine E-Mail schreiben würden, oder auch einen Brief. Denken Sie sich da auch „bitte was soll ich dem schreiben?“. Wohl eher nicht. Also erzählen Sie Ihren Abonnenten, was Sie gerade beschäftigt, was Sie für wichtig erachten und stiften Sie Mehrwert für Ihre Leser. Geben Sie kleine Impulse zu Ihrem Thema, die Ihre Leser weiterbringen oder zum Nachdenken anregen. Natürlich sollte dabei der Nutzen für Ihre Leser im Vordergrund stehen!

Wenn Sie Ihre Newsletter-Abonnenten aus einer freundschaftlichen Perspektive sehen, dann wird es auch nicht mehr schwierig eine Mail an diese zu schreiben. Und vergessen Sie nicht eines: Schließlich haben diese Leute so viel Vertrauen zu Ihnen gefasst, dass sie Ihnen ihre E-Mail Adresse anvertraut haben. Ich finde das ist nicht irgendetwas. Also pflegen Sie diese Beziehungen, eben über E-Mail.

„Meine Liste ist eh groß genug“

Leider stellt sich nach näherem Hinterfragen heraus, dass die Liste eben eher „nicht so groß ist“ und aus 100 bis 200 Leuten besteht. Schön, aber glauben Sie, dass tatsächlich alle diese 100 bis 200 Leute Kunden von Ihnen werden? Ich tippe mal: eher nein.

Wie bereits oben erwähnt, es gibt keine Liste, die „groß genug wäre“. Sie werden auch immer wieder neue Leute in Ihrer E-Mail Liste benötigen, neue Interessenten, die vielleicht eines Tages zu Kunden werden. Eine Abkürzung a la „ich will mehr Kunden, aber ich will keine Newsletter-Liste“ funktioniert nicht. Sie müssen zuerst eine Beziehung aufbauen, bevor Sie etwas verkaufen.

Hinzu kommt natürlich auch die Frage, ob in Ihrer „genug großen“ Liste auch tatsächlich die richtigen Personen drinnen sind. Ich meine Leute, die wirklich an Ihrem Thema interessiert sind. Oder besteht Ihre Liste aus der halben Verwandtschaft und dem gesamten Freundeskreis? Ich übertreibe, aber seien Sie ehrlich zu sich selbst in diesem Punkt!

„Na und die DSGVO? Ich darf ja gar keine Newsletter-Liste haben.“

Also diese Aussage stimmt halt einfach nicht. Die DSGVO sagt nicht „Du darfst keine E-Mails schreiben“. Was Sie natürlich sagen müssen, ist dass sich die Leute in Ihren Newsletter eintragen. Diese Tatsache darf nicht verschwiegen werden. Aber das hat im Grunde nichts mit der DSGVO zu tun, der in letzter Zeit so einiges gerne in die Schuhe geschoben wird, sondern das war aus rechtlicher Sicht bereits immer schon so, dass Sie nicht irgendjemandem eine E-Mail schreiben durften mit einem Angebot.

Das ist leider ein Vorurteil gegenüber der DSGVO, das sich hartnäckig hält. Hinzu kommt, und das hat mit dem rechtlichen Aspekt einfach gar nichts zu tun, dass Sie doch auch ehrlich zu Ihren Newsletter-Abonnenten und Interessenten sein wollen, oder? Nein, wollen Sie nicht??? Dann lesen Sie am besten nicht weiter.

4 Gründe warum Sie dennoch eine Newsletter-Liste aufbauen sollen

Nun aber zu den versprochenen Gründen, warum es wichtig ist, dass Sie eine Newsletter-Liste aufbauen sollten, auch wenn Sie dieses Thema am liebsten verdrängen möchten 😉

Es geht nämlich auch um die Einstellung zur eigenen Newsletter-Liste. Ja, um das vielzitierte Mindset. Wenn Sie nämlich Ihre Liste als wertvoll wahrnehmen, dann verliert das Thema Newsletter-Listen-Aufbau an Lustlosigkeit und fällt somit leichter. Der Aufbau der eigenen Newsletter-Liste kann nämlich auch Spaß machen – das meine ich jetzt ernst. Ich selbst freue mich ehrlich sehr über jeden einzelnen gewonnen Newsletter-Abonnenten! Ja, echt! Und genau diese Freude würde ich mir für Sie auch wünschen.

Grund 1: niemand kennt Sie so gut und verfolgt Ihre Arbeit und Ihre Inhalte so gut wie Ihre Abonnenten

Oder glauben Sie, dass jemand – ok, außer Ihnen selbst 😉 – täglich Ihre Webseite besucht und mal schaut was es so Neues gibt? Das ist leider nicht der Fall und auch nicht überraschend.

Ihre Newsletter-Liste können Sie aber auf dem Laufenden halten und über neue Inhalte und Angebote informieren. Somit werden Sie aktiv und warten nicht einfach ab, ob jemand zufälligerweise Ihren Content findet. Ja, natürlich können Sie auch etwas dafür tun, damit Ihre Inhalte gefunden werden. Aber niemand sonst bekommt Ihre Arbeit so gut mit, wie Ihre Abonnenten.

Und es geht sogar noch besser: Sie werden merken, dass wenn Sie regelmäßig einen Newsletter schreiben, so viele Rückmeldungen kommen, die wiederum sehr viel Auftrieb für Ihre eigene Arbeit bedeuten. Erstens freut sich jeder, bitte ehrlich sein 😉 , wenn er Lob erhält und zweitens werden Sie auch genug Anregungen erhalten, um Ihre Inhalte und Angebote weiter zu verbessern. Ein ungemeiner Vorteil für Ihr Unternehmen an sich.

Grund 2: zu ihren Abonnenten können Sie richtig Vertrauen aufbauen

Und Vertrauen ist wiederum eine Grundvoraussetzung, damit Sie, vor allem als Dienstleister, Kunden gewinnen. Um es etwas härter auszudrücken: wenn jemand Ihnen nicht vertraut, dann wird er auch nicht kaufen! Oder würden Sie von jemandem etwas kaufen, den Sie gar nicht kennen oder gar nicht vertrauen?

Damit Menschen Ihnen Vertrauen entgegenbringen können, müssen Sie davor die Möglichkeit haben Sie überhaupt kennenzulernen. Das geschieht meist über Ihre Inhalte und dann nochmals besser über Ihre E-Mails. Bereits der Eintrag in Ihre Newsletter-Liste ist ein großer Vertrauensbeweis Ihnen gegenüber. Dass Sie diesen Vertrauensvorschuß nicht ausnutzen sollten, versteht sich hoffentlich von selbst.

Über E-Mail können Sie die Beziehung zu Ihren Interessenten jedoch weiter festigen und diese lernen Sie auch nochmals besser kennen. Vertrauen Sie in diesem Punkt jetzt bitte einfach mir 😉

Grund 3: Ihre Liste wird am ehesten kaufen

Aus dem Gesagten aus Punkt 1 und 2 folgt, dass Ihre Liste aus Leuten besteht, die an Ihrem Thema Interesse haben, Sie bereits kennengelernt und Vertrauen gefasst haben.

Die optimalen Voraussetzung, um von Ihnen auch ein Angebot in Anspruch zu nehmen, sprich zu kaufen. Sie werden nämlich die meisten Kunden aus Ihrer Liste generieren.

Deshalb denken Sie bitte möglichst früh daran eine eigene Newsletter-Liste aufzubauen, auch wenn Sie nicht gleich einen fertigen Online-Kurs haben, den Sie gerne verkaufen möchten. Bauen Sie diese Liste kontinuierlich auf und die Interessenten aus Ihrer Liste werden dann die ersten sein, die Ihren Kurs auch kaufen werden, wenn es so weit ist.

Grund 4: E-Mails werden nach wie vor gelesen

Und da kann da draussen im Netz noch 1000 mal behauptet werden, dass E-Mail Marketing tot ist, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache und Sie wissen ja, dass ich immer gerne von Zahlen ausgehe und nicht rein nach dem Bauchgefühl 😉

Die Zahlen sagen nämlich folgendes: 90 Prozent der Internetnutzer in der DACH-Region, also Deutschland, Österreich und der Schweiz, nutzen E-Mails. Es geht noch weiter: 77 Prozent der Personen, die in den letzten 3 Monaten stationär oder online etwas gekauft haben, haben sich im Zuge des Kaufprozesses bei einem Newsletter registriert!

D.h. Newsletter spielen in der Entscheidungsphase vor dem Kauf eine wesentliche Rolle. Aber Achtung vor Fehlinterpretationen: das heißt leider nicht, dass 77 Prozent Ihrer Newsletter-Abonnenten bei Ihnen auch kaufen werden. Die Quote wird weit geringer sein, dennoch spielt der Newsletter eine wichtige Rolle während der Kaufentscheidung.

Grund 5: Ihre Newsletter-Liste gehört Ihnen

Ich bin fast so weit zu sagen, dass dies wohl der wichtigste Grund ist, um eine eigene Newsletter-Liste aufzubauen. Sehr Viele verlassen sich in diesem Punkt nach wie vor zu sehr auf diverse Social-Media Kanäle. Wenn Sie mir schon länger folgen – übrigens ein fröhliches Hallo an meine eigenen Newsletter-Abonnenten an dieser Stelle 😉 – dann wissen Sie, dass ich immer wieder davor warne sich zu sehr auf fremde Kanäle, wie eben Social-Media-Plattformen, zu verlassen. Ich predige ja immer wieder und auch jetzt, dass man den Schwerpunkt seiner Content-Arbeit immer auf die eigenen Kanäle legen sollte.

Ihre Newsletter-Liste ist zu 100% Ihr eigener Kanal! Sie sind somit unabhängig von anderen und können auch dann noch Ihre E-Mail Liste anschreiben, wenn ein Social Media Kanal von einem Tag auf den anderen verschwindet. Sei es aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen – ja, diese sind auch nicht ganz ausgeschlossen – oder auch weil ein Netzwerk plötzlich nicht mehr im Trend ist. Es gab einmal StudiVZ, Google+ und einige mehr, die heute schlicht und einfach nicht mehr am Markt sind. Wenn Sie auf einem dieser Plattformen aktiv waren und sich dort eine hohe Followerschaft aufgebaut haben, diese dann eben von einem Tag auf den anderen weg ist, dann können Sie nichts dagegen unternehmen.

Setzen Sie daher auf Ihre eigenen Kanäle und eben auch auf Ihre eigene Newsletter-Liste!

Fazit

Stellen Sie sich bitte dem Thema „Newsletter-Liste aufbauen“, das ist eine tatsächlich ehrliche Bitte von mir an Sie. Eine eigene Liste ist wie eine Versicherung, weil diese Liste eben Ihnen gehört. Und in Ihrer Liste sind Leute, die tatsächlich an Ihren Inhalten interessiert sind und nicht nur zufälligerweise mal eben kurz auf Ihre Seite gekommen sind.

Und bleiben Sie bitte dran an Ihrem Listen-Aufbau!

Herzlichst, Ihre

Karin Cvrtila

PS Und wenn Sie sich in meine Newsletter-Liste eintragen möchten, so lade ich Sie herzlichst dazu ein 🙂 Sie wissen ja jetzt, dass ich mich echt über jeden neuen Newsletter-Abonnent freue! Mein Newsletter kommt 1 mal pro Woche. Wenn Sie mehr wissen wollen, dann lesen Sie bitte hier weiter.

 

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