Positionierung gesucht? So findest du deine!

By Karin Cvrtila

August 29, 2019


Für was stehst du eigentlich? Wie wird dein Unternehmen, deine Angebote und du selbst als Person wahrgenommen? Weißt du nicht? Dann sollten wir uns heute über Positionierung unterhalten.

Warum brauche ich eine Positionierung?

Alle Welt redet über Positionierung und die Meisten glauben sie hätten eine. Und irgendwie stimmt es ja auch: „man kann nicht keine Positionierung haben“ (abgewandelt von Paul Watzlawik). Die Frage ist jedoch: sieht und versteht deine Zielgruppe deine Positionierung? Oder ist diese zu schwammig? Oder willst du alles für alle sein?

Eine klare Positionierung ist wichtig und braucht Zeit, um entwickelt zu werden. Sie hilft uns nämlich fast unbemerkt im Marketing weiter. Unsere gesamte Kommunikation und eben auch das Marketing wird mit einem Schlag leichter, wenn wir unser Thema und unser Publikum genau kennen. Und in weiterer Folge gewinnen wir dadurch auch mehr Kunden. Und genau deswegen ist die eigene Positionierung nicht egal.

Wir müssen uns also Gedanken machen, um unser Thema, unsere Zielgruppe und auch unseren Markt, damit wir herausfinden wofür wir stehen und wie wir dies potentiellen Kunden kommunizieren möchten und können.

Wie finde ich meine Positionierung?

Zu allererst musst du von dir selbst ausgehen.

Ich weiß, viele Coaches draussen sagen „folge deiner Leidenschaft„. Das Problem ist nur, dass unsere Leidenschaft häufig nicht profitabel ist oder – und das sehe ich fast noch öfter – wir einfach nicht die Voraussetzungen dafür mitbringen, uns das notwenige Wissen für das Thema schlicht und einfach fehlt. Nun kann man natürlich Wissen erlangen und in fast allen Branchen und Berufen gilt es heutzutage am Ball zu bleiben und fortlaufend Weiterbildung zu betreiben.

Aber: das Grundwissen muss vorhanden sein, um aus einer Leidenschaft heraus ein Unternehmen zu gründen. Oder willst du von einem Chirurgen operiert werden, der zwar mit Leidenschaft dabei ist, aber leider kein Medizinstudium absolviert hat. Ich denke nicht! Vermutlich wünscht du dir auch einen Chirurgen, der bereits viel Erfahrung hat und du nicht sein erster Patient bist.

Es geht dabei übrigens nicht nur um institutionelles Wissen, also ein abgeschlossenes Studium oder ähnliches (wie in dem Medizinbeispiel). Viel mehr auch um das Dranbleiben und stetige Dazulernen, das dann gepaart mit Erfahrung zum durchschlagenden Erfolg führen kann.

Klar solltest du, wenn du ein Unternehmen gründest oder bereits eines hast, das Unternehmensthema nicht nur mögen, sondern ein hohes Interesse dafür haben und letztlich auch Leidenschaft für dein Thema mitbringen. Du wirst dich nämlich tagtäglich mit diesem Thema auseinandersetzen müssen und da hilft ein oberflächliches Engagement nicht aus.

Du benötigen also 3 Zutaten, noch bevor du dich um deine Positionierung kümmerst:

  1. Du musst ein Wissen für dein Thema mitbringen UND
  2. Du solltest (langfristige) Leidenschaft für das Thema empfinden UND
  3. Dein Thema muss auch profitabel sein und am Markt nachgefragt werden

Das sind keine Kann- sondern Muss-Kriterien.

Wissen und Leidenschaft alleine werden nicht ausreichen, um ein profitables Unternehmen auf die Beine zu stellen. Du brauchst auch einen Markt, auf dem du dich positionieren kannst und der ausreichend profitabel ist.

Wie prüfe ich meine Positionierung?

Mein Markt:

Die ersten beiden oben erwähnten Punkte haben mit dir selbst etwas zu tun. Du musst in dich gehen und dir darüber Gedanken machen.

Danach jedoch geht es an die „knallharte“ 😉 Analyse: du musst prüfen, ob es einen Markt für dein Thema gibt. Und zwar einen Markt, der auch kaufwillig ist, schließlich willst du mit deinem Thema Geld verdienen. Auch wenn das vielleicht nicht das vorrangige Ziel ist und auch nicht sein sollte, da monetäre Ziele nur kurzfristig motivierend wirken. Dennoch musst du von etwas leben, oder?

Deinen Markt auf Profitabilität prüfen kannst du, indem du dir eben diesen genauer anschaust und Zahlen und Fakten dazu recherchierst. Viele geben an diesem Punkt zu schnell auf, weil sie herausfinden, dass bereits jemand anderer ihre Idee verwirklicht hat und sich genau mit demselben Thema beschäftigt. Aber: das ist eine gute Nachricht! 🙂 D.h. nämlich im Umkehrschluß nichts anderes, als dass es einen Markt für dein Thema gibt.

Im Endeffekt ist es nämlich viel schwieriger eine neue Idee auf den Markt zu bringen, weil du erst Bedürfnisse wecken musst, die bisher gar nicht vorhanden waren. Und das kann ein unermüdliches, sehr zeitintensives und somit auch kostspieliges Experiment werden.

Mein Mitbewerb:

Auch wenn ich gerade behauptet habe, dass das Vorhandensein eines Mitbewerbs eine gute Nachricht für dein Unternehmen bedeutet, heißt das noch lange nicht, dass du genau dasselbe wie all deine Mitbewerber machen solltest!

Ganz im Gegenteil: sei anders! Differenziere dich von deinem Mitbewerb: in deiner Kommunikation, deinen Angeboten, in deinem Auftreten. Differenzierungsmerkmale gibt es immer und meist ziemlich viele. Das muss dein Ziel bei der Entwicklung deiner Positionierung sein!

Was du keinesfalls machen willst und solltest: genau dasselbe wie dein Mitbewerb machen oder gar von diesem kopieren! Das Kopieren von Inhalten oder gar Angeboten ist ein absolutes No-Go und ja, das meine ich ernst. Klar kannst und solltest du dir anschauen, was deine Mitbewerber so tun und wie sie es tun. Aber eben um zu lernen, wie du dich unterscheiden kannst. Übrigens: die lieben Marktbegleiter sind nicht immer böse 😉

Meine Zielgruppe:

Und dann gibt es auch noch deine Zielgruppe, d.h. deine potentiellen Kunden. Sprichst du tatsächlich die richtigen Kunden an? Häufig, und ja auch wenn ich eine Zahlenverfechterin bin, sagen die blanken Zahlen zu Followern oder auch Newsletter-Abonnenten nicht unbedingt viel aus. Sind das auch Leute, die generell kaufen würden? Geld für deine Dienstleistung bereits ausgeben? Dein Thema für sie ein wichtiges Problem löst?

Auch wenn dem so ist: was weiß deine Zielgruppe über dich, dein Thema und auch deine Angebote? Was wollen sie tatsächlich?

All diese Fragen gilt es zu beantworten. Wie? Na, ganz einfach: frag deine Zielgruppe mal 😉 d.h. mach eine Analyse zu deinem Markt, Mitbewerb und eben auch deiner Zielgruppe! Bei der Befragung deiner Zielgruppe wirst du ev. sehr schnell herausfinden, dass das Selbstbild deiner Positionierung mit dem Fremdbild so gar nicht zusammenpassen will. Auch das ist kein Beinbruch. Du weißt danach nämlich, wie du deine Leistungen kommunizieren musst, um einer Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdbild entgegenzuwirken. Im Idealfall passen diese zwei Bilder perfekt zusammen!

Exkurs: Positionierung über Nacht

Alle Versprechungen, die „über Nacht“ beinhalten, klingen irgendwie verlockend, oder? Aber leider (tatsächlich leider) sind das meist leere Versprechungen. Du wirst meistens nicht über Nacht reich, außer du spielst Lotto und hast dabei außergewöhnlich hohes Glück. Auf letzteres würde ich mich nicht verlassen. Außerdem sprechen die Statistiken klar dagegen: die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen liegt nämlich nur bei 1 zu 140 Millionen (!)

Und genau so wenig werden die Meisten über Nacht auch keine perfekte Positionierung haben. Das ist auch weiters nicht schlimm, daher: bitte auch kein Stress!

Beim „reich werden“ steckt viel Arbeit und auch Zeiteinsatz dahinter. Eine richtige Positionierung benötigt ebenfalls ihre Zeit und das ist auch gut so. Eine gute Positionierung muss einfach reifen und das tut sie auch je mehr Erfahrung du selbst sammelst.

Mit der Zeit wirst du nämlich herausfinden mit welchen Kunden du arbeiten möchtest, aber auch mit welchen nicht. Was genau du anbietest und was eben nicht. Wie du deine Leistungen kommunizierst und wie eben nicht. Für was du stehst!

Fazit

Auch wenn du noch keine glasklare Positionierung hast, verzweifle bitte nicht! Eine Positionierung muss reifen und benötigt ihre Zeit. Dennoch solltest du dir mal Gedanken darüber machen, damit dir deine Marketingbemühungen leichter fallen und du letztlich mehr Kunden gewinnst.

Viel Erfolg!

Herzlichst, deine

Karin

PS Wir können auch gemeinsam deine Positionierung finden, entwickeln und vor allem auch überprüfen 😉 Ich freue mich auf dich und dein Thema!

Wenn du noch mehr über Mitbewerb und deine richtige Zielgruppe lesen willst, dann habe ich für auf dieser Seite alle bisher veröffentlichten Artikel zusammengefasst – viel Spaß beim Stöbern!

 

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